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Neue Technik hilft gleich am Unfallort PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HKnochi   
Samstag, den 13. November 2010 um 12:09 Uhr
VON HEIKE RIEDEL, 12.11.10, 20:37h, aktualisiert 12.11.10, 21:42h
Die neue Rettungseinheit
Die neue Rettungseinheit: das Wechselladerfahrzeug und der Container mit der Ausrüstung. (FOTO: PETER LISKER)

 

BORAU/MZ. Zur Bewältigung von Katastrophen mit vielen Verletzten wie zum Beispiel Busunglücken ist der Burgenlandkreis jetzt besser ausgerüstet. Am Freitagnachmittag übergab Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) an die Rettungswache Weißenfels des Deutschen Roten Kreuzes ein Fahrzeug mit einem für große Rettungseinsätze ausgestatteten Container.

Am Abend nahm die Freiwillige Feuerwehr Wetzendorf in der Verbandsgemeinde Unstruttal ein Hilfeleistungsfahrzeug in Besitz. Beide wurden in der Zeit der Krise im Fahrzeugbau bestellt und mit Konjunkturmitteln des Landes - 516 000 Euro - bezahlt. Der Landkreis hat einen Anteil von 12,5 Prozent getragen.

Christian Habelmann war bereits dabei, als der Wechsellader-Lkw mit dem gefüllten Container beim Fahrzeugbauer in Luckenwalde abgeholt wurde. Er hat schon üben können, den Container sanft auf eine feste Fläche abrollen zu lassen. Henri Knochenhauer, der zur Einweisung in die neue Technik beim Hersteller auch dabei war, hatte sein Augenmerk mehr auf den Containerinhalt gelenkt. Denn um den nutzen zu können, müssen die Männer und Frauen des DRK-Kreisverbandes Weißenfels erst einmal wissen, was überhaupt alles wo auf dem Fahrzeug ist und wie es funktioniert, was noch darauf sollte, wie und wo es unterzubringen ist.

Zusätzlich zu ihren gewöhnlichen wöchentlichen Diensten haben die freiwilligen DRK-Helfer gemeinsam mit denen der Rettungswache Borau / Kleben schon einige Stunden damit verbracht, das kennenzulernen, was sie in die Lage versetzen soll, spätestens binnen zwei Stunden schnelle Hilfe vor Ort zu leisten, wenn sich ein Unglück mit vielen Menschen ereignet. Bis zu 50 Behandlungsplätze können bei voller Ausstattung des Containers an der Unglücksstelle eingerichtet werden. Dazu gehören dann vier Zelte - gegenwärtig sind drei vorhanden -, EKG-Überwachungstechnik, Blutdruckmessgeräte, Beatmungsgeräte, Verbands- und Desinfektionsmaterial. Für annähernd 7 000 Euro will der DRK-Kreisverband noch nachrüsten.

"Wir hoffen, das Fahrzeug nicht einsetzen zu müssen, bereiten uns aber darauf vor, es einsetzen zu können, wenn es notwendig ist", sagte Mike Müller, verantwortlich beim DRK für Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Dafür wird regelmäßig geübt, auch die Jugend zeitig herangezogen. Im Ernstfall können mit den Mitarbeitern der Rettungswache 20 bis 30 Männer und Frauen die Rettungseinheit zum Einsatz bringen, so Müller.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. März 2013 um 15:49 Uhr
 
Gelbes Pulver auf der Straße löst einen Großeinsatz aus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HKnochi   
Sonntag, den 11. Juli 2010 um 00:00 Uhr
VON KLAUS-DIETER KUNICK, 09.07.10, 21:10h, aktualisiert 09.07.10, 21:27h
Feuerwehr richtete Dekontaminationsraum ein
Die Feuerwehr richtete in einer Nebenstraße einen Dekontaminationsraum ein. (FOTO: ALEXANDER BLEY)

 

WIEDEBACH/MZ. Großeinsatz nach einem Sirenenalarm für fünf Feuerwehren gestern in Wiedebach: Vermutlich in der Nacht zum Donnerstag hatte ein Fahrzeug ein gelbliches Pulver auf der Johann-Sebastian-Bach-Straße des Ortes transportiert und stellenweise verschüttet. Zwar kehrten am Morgen Gemeindehandwerker dieses zusammen und die Langendorfer Feuerwehr spülte den etwa 150 Meter langen Bereich mit Wasser ab, doch kurze Zeit später klagten Anwohner über Brechreiz und Übelkeit. Daraufhin habe die Feuerwehr Langendorf eine Untersuchung des Pulvers veranlasst, so Kreisbrandmeister Hans-Willi Schubert.

"Wir wissen derzeit lediglich, dass es sich um ein hochgiftiges Mittel handelt", sagte der stellvertretende Stadtwehrleiter Steve Homberg. Kurzerhand ließ er den Abschnitt der Straße gegen 11 Uhr sperren. Nichts ging mehr. Kein Auto, kein Fußgänger durfte sie passieren. Homberg ließ zwei Kameraden in Schutzmasken von Haus zu Haus gehen, um die Bewohner in Sicherheit zu bringen.

Ein Bürger, der gegen 5 Uhr aufgestanden sei, habe das Pulver wahrgenommen. Er habe sofort ein Kratzen im Hals verspürt. Ein vorbeifahrender Bus habe das Pulver dann hochgewirbelt. Im Schlafzimmer eines anderen Anwohners sehe es überall gelblich aus. Eine Frau lief aufgeregt zum stellvertretenden Amtsarzt Frank Fernau: "Ich mache mir großen Sorgen, meine Tochter ist schwanger", erklärte sie ihm. Am Morgen sei sie mit dem Enkel die Straße entlang gelaufen. "Uns war beiden übel, wir waren kurz vor dem Erbrechen", ergänzte sie.

Erst im Verlauf des Tages stellte sich dann heraus, dass es ein Pflanzenschutzmittel aus DDR-Zeit war, das in konzentrierten Mengen gesundheitsschädlich ist. Drei Anwohner sind ärztlich behandelt worden, bestätigte Mike Müller, Bereichsleiter Rettungsdienst des DRK Weißenfels. Gegen Mittag spitzte sich die Lage zu. Mehr und mehr Einwohner versammelten sich am Einsatzort. Eine Frau schimpfte, dass sie den Aufwand überhaupt nicht nachvollziehen könne, zu DDR-Zeit habe man das Zeug in das Waschbecken gekippt. Eine Frau sah es nicht so verbissen, obwohl ihre Blumen gelitten hatten. Die könne man ersetzen, sagte eine andere, Menschenleben nicht. Kurze Zeit später bestätigte Fernau, dass das Pulver nur für den schädlich sei, der es in größeren Mengen inhaliert. Er habe sich mit dem Giftinformationszentrum in Erfurt beraten. Fernau: "Jeder, der spürt, dass es ihm gesundheitlich nicht gutgeht, kann sich beim Notarzt melden." Um 13.30 Uhr kehrten die Einwohner in ihre Häuser zurück. Die gelbe Substanz sei gebunden und abgesaugt worden, so Schubert. Die Polizei nahm die Ermittlungen zum Verursacher und zur Herkunft der Substanz auf.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. März 2013 um 15:49 Uhr
 
Großer Rucksack hilft im Notfall PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HKnochi   
Sonntag, den 16. Mai 2010 um 12:32 Uhr

VON ANDREAS RICHTER, 14.05.10, 18:53h, aktualisiert 14.05.10, 19:34h
Holger Hövelmann (Mitte)
Innenminister Holger Hövelmann (Mitte) übergibt den Schlüssel für das neue Fahrzeug an Mike Müller vom Weißenfelser DRK. (FOTO: ATTILA DABROWSKI)

WEISSENFELS/MZ. Einen neuen Notfallkrankenwagen hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) am Freitag an den Kreisverband Weißenfels des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben. Der rund 80 000 Euro teure vom Bund zur Verfügung gestellte Wagen ersetzt ein zwanzig Jahre altes Fahrzeug.

 

"Das Fahrzeug ist kein Rettungswagen im herkömmlichen Sinne, sondern für den Katastrophenfall vorgesehen", erläuterte Mike Müller, beim DRK-Kreisverband verantwortlich für den Katastrophenschutz, während der Übergabe am Sitz des Kreisverbandes in der Leopold-Kell-Straße. So genannte Großschadensereignisse wie etwa ein schweres Busunglück auf der Autobahn seien Fälle, in denen das Fahrzeug zum Einsatz kommen würde. Der neue Wagen sei wesentlich moderner ausgestattet als sein Vorgänger, erklärte Rettungsassistent Bob Westphal. Das betreffe die Sauerstoffanlage ebenso wie die Überwachungstechnik für Herz und Kreislauf. Extra für den Innenminister hievte Westphal einen großen roten Notfallrucksack aus seinem Fach - fast ein Koffer, der mit seinem Inhalt eine umfassendere Versorgung Betroffener ermöglicht als die Ausstattung des Vorgängers.

 

 

Auf die Hintergründe der Übergabe machte Innenminister Hövelmann aufmerksam. Er verwies auf einen zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Kompromiss beim Katastrophenschutz. Dem zufolge sorgt der Bund für die Bereitstellung von Spezialtechnik, so unter anderem von Notfallkrankenwagen. Die Länder hingegen halten geeignete Strukturen für den Katastrophenschutz vor, in deren Rahmen die Technik zum Einsatz kommt. Im Land Sachsen-Anhalt, so Hövelmann, werden 23 Fahrzeuge stationiert, im Burgenlandkreis je eines in Weißenfels und in Naumburg.

 

Dass die verbesserte technische Ausstattung Anerkennung und neuer Impuls für die ehrenamtliche Arbeit im Katastrophenschutz ist, darauf verwies neben Hövelmann auch Landrat Harri Reiche (parteilos). Und er verband die Glückwünsche zum neuen Notfallkrankenwagen mit der Hoffnung, dass dieser künftig ausschließlich für Übungs- und Ausbildungszwecke zum Einsatz kommen möge.

Quelle: Mitteldeutsche-Zeitung


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. November 2010 um 12:05 Uhr
 
Schreckensszenario spielt sich ab PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HKnochi   
Sonntag, den 04. April 2010 um 00:00 Uhr
VON KLAUS-DIETER KUNICK, 31.03.10, 19:37h, aktualisiert 31.03.10, 22:26h
Schauplatz Bergschule Weißenfels
Schauplatz Bergschule Weißenfels: Nach einem simulierten Amoklauf tragen Sanitäter einen Verletzten zu einem nahe gelegenen Zelt. (FOTO: HARTMUT KRIMMER )

WEISSENFELS/MZ. Ein ehemaliger Schüler der Bergschule in Weißenfels verschafft sich am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr Zutritt zum Gebäude - auf mehreren Etagen und in Klassenzimmern schießt er mit einer Pistole wild um sich. Er tötet zwei Menschen und verletzt 15 weitere schwer und sieben leicht. In Windeseile wird das Gebiet rings um die Schule abgesperrt, zig Rettungsfahrzeuge des DRK stehen bereit, Sirenen heulen auf, Passanten verfolgen neugierig das Geschehen. Was in Wahrheit einem Schreckensszenario gleichkommt, ist aber lediglich eine Übung.

Echter hätte die nicht aussehen können. Nach gut einer Stunde bringen Sanitäter die ersten Verletzten aus der Schule und tragen sie zu einem nahe gelegenen Zelt, in dem sie medizinisch versorgt werden. Die "Rolle" der verletzten Schüler übernehmen Mitarbeiter der Landesrettungsschule und der Bereitschaftspolizei. "Wenn ich mir vorstelle, dass das im richtigen Leben passiert, läuft es einem kalt den Rücken runter", so Hagen Nenast (22), der im Zelt liegt und einen Schwerverletzten "spielt". Im Normalfall hätte er wahrscheinlich gar nicht reden können, denn Nenast bekommt einen Bauchschuss ab. Rettungsassistent Denis Surek ist gerade mit der Vorbereitung und Verabreichung einer Infusion befasst, außerdem legt er eine Decke über den jungen Mann, um ihn vor der Kälte zu schützen.

Zu denen, die zuerst in die Schule einrücken, gehören die Polizeiobermeister Detlef Gräfe und Bernd Wolf. "Das geht einem durch und durch", erklärt Gräfe als er zurückkehrt. Schließlich müssen sie beim Vorrücken in der Schule Tote, Verletzte und Wimmernde zunächst zurücklassen. Das Fassen des Täters hat in dem Moment Vorrang. "Alles, aber auch wirklich alles war unheimlich realistisch dargestellt, bis hin zum Blut, das überall zu sehen war", bemerkt Gräfe. Und Wolf: "Es kostet unheimlich viel Überwindung." Der Einsatz ging an den beiden Männern nicht spurlos vorbei. Zeichen der Mitgenommenheit sind unübersehbar.

"Es ist wichtig, dass solche Übungen stattfinden", sagt Annett Hirscher, die Leiterin der DRK-Notfallbegleitung Weißenfels, die mit einer Kollegin ebenfalls vor Ort weilt. Man müsse darauf vorbereitet sein. Dieser Auffassung schließt sich ein Passant an. Der jüngere Mann meint, dass es richtig sei, hier zu proben. Schließlich sei das nicht alltäglich und jeder müsse dann wissen, was zu tun ist. Doch die Übung löst bei einigen in dem Umfeld wohnenden Bürgern Unverständnis aus. Ein älteres Ehepaar beschwert sich bei der Polizei, dass sie nicht an ihr Auto kommen, um zum Einkauf zu fahren. Murrend ziehen sie ab.

"Der Einsatz kommt für uns vollkommen überraschend, wir haben wirklich von nichts gewusst", sagt Mike Müller, Bereichsleiter Rettungsdienst des DRK Weißenfels. Selbst eine schnelle Einsatzgruppe des erweiterten Rettungsdienstes ist hinzugezogen worden. Aufgebaut wird vor Ort ein Suchdienst. Alle Verletzten und Helfer werden registriert, so die ehrenamtliche DRK-Mitarbeiterin Anita Jirsak. Immerhin könne der Helfer selbst zum Opfer werden.

Mike Müller schätzt am Ende ein, dass die Übung gut verlaufen sei, die Koordinierung aller Einsatzkräfte habe geklappt. Das sieht auch Kriminaldirektor Andreas Leopold von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt-Süd in Halle so. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung von Menschen bestanden. Das Gebäude sei zum Zeitpunkt der Übung leer gewesen, Kinder der benachbarten Grundschule hatten am Mittwochvormittag einen Ferienausflug unternommen. Sie sollten das nicht miterleben.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. März 2013 um 15:50 Uhr
 
Seite ist online PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HKnochi   
Sonntag, den 15. November 2009 um 20:45 Uhr

Es ist soweit..

 

Die Schnelleinsatzgruppe Weißenfels hat jetzt endlich einen Internetauftritt.

Wie Ihr bereits mitbekommen habt, befindet sich diese Seite noch im Aufbau.

Verbesserungsvorschläge bzw. Anregung sind erwünscht und können gerne geäußert werden.

 

 

Viel Spass beim Entdecken und Bestaunen

 



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. November 2009 um 22:27 Uhr
 
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