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Geschrieben von: HKnochi   
Sonntag, den 16. Mai 2010 um 12:32 Uhr

VON ANDREAS RICHTER, 14.05.10, 18:53h, aktualisiert 14.05.10, 19:34h
Holger Hövelmann (Mitte)
Innenminister Holger Hövelmann (Mitte) übergibt den Schlüssel für das neue Fahrzeug an Mike Müller vom Weißenfelser DRK. (FOTO: ATTILA DABROWSKI)

WEISSENFELS/MZ. Einen neuen Notfallkrankenwagen hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) am Freitag an den Kreisverband Weißenfels des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben. Der rund 80 000 Euro teure vom Bund zur Verfügung gestellte Wagen ersetzt ein zwanzig Jahre altes Fahrzeug.

 

"Das Fahrzeug ist kein Rettungswagen im herkömmlichen Sinne, sondern für den Katastrophenfall vorgesehen", erläuterte Mike Müller, beim DRK-Kreisverband verantwortlich für den Katastrophenschutz, während der Übergabe am Sitz des Kreisverbandes in der Leopold-Kell-Straße. So genannte Großschadensereignisse wie etwa ein schweres Busunglück auf der Autobahn seien Fälle, in denen das Fahrzeug zum Einsatz kommen würde. Der neue Wagen sei wesentlich moderner ausgestattet als sein Vorgänger, erklärte Rettungsassistent Bob Westphal. Das betreffe die Sauerstoffanlage ebenso wie die Überwachungstechnik für Herz und Kreislauf. Extra für den Innenminister hievte Westphal einen großen roten Notfallrucksack aus seinem Fach - fast ein Koffer, der mit seinem Inhalt eine umfassendere Versorgung Betroffener ermöglicht als die Ausstattung des Vorgängers.

 

 

Auf die Hintergründe der Übergabe machte Innenminister Hövelmann aufmerksam. Er verwies auf einen zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Kompromiss beim Katastrophenschutz. Dem zufolge sorgt der Bund für die Bereitstellung von Spezialtechnik, so unter anderem von Notfallkrankenwagen. Die Länder hingegen halten geeignete Strukturen für den Katastrophenschutz vor, in deren Rahmen die Technik zum Einsatz kommt. Im Land Sachsen-Anhalt, so Hövelmann, werden 23 Fahrzeuge stationiert, im Burgenlandkreis je eines in Weißenfels und in Naumburg.

 

Dass die verbesserte technische Ausstattung Anerkennung und neuer Impuls für die ehrenamtliche Arbeit im Katastrophenschutz ist, darauf verwies neben Hövelmann auch Landrat Harri Reiche (parteilos). Und er verband die Glückwünsche zum neuen Notfallkrankenwagen mit der Hoffnung, dass dieser künftig ausschließlich für Übungs- und Ausbildungszwecke zum Einsatz kommen möge.

Quelle: Mitteldeutsche-Zeitung


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. November 2010 um 12:05 Uhr